„Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten“
Albert Einstein
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
In der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird davon ausgegangen, dass aktuelle psychische Probleme im Zusammenhang stehen mit ungelösten unbewussten seelischen Konflikten, die sich im Laufe der Lebensgeschichte entwickelt haben. Symptome werden dabei als Ausdruck von seelischer Not und als ein Versuch verstanden, die inneren Konflikte zu lösen. Daher geht es in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie darum, innerhalb der therapeutischen Beziehung eine neue emotionale Erfahrung zu machen, in der es möglich ist, die inneren Konflikte zu verstehen und zu klären, sie in einen Zusammenhang mit der aktuellen Problematik zu bringen und darüber eine Veränderung der Symptomatik zu erreichen.
Katathym Imaginative Psychotherapie
Die Katathym Imaginative Psychotherapie, eine spezielle Behandlungsform der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, ist eine sehr kreative Methode, die innere Vorstellungsbilder (Imaginationen) nutzt. PatientInnen werden nach einer vorhergehenden Entspannung gebeten, sich ein bestimmtes Motiv gezielt vorzustellen, zu imaginieren, und davon zu berichten. Man geht davon aus, dass sich in den Imaginationen unbewusste Gefühle und Konflikte symbolhaft widerspiegeln. Therapeutin und PatientInnen bleiben während der gesamten Imagination im verbalen Austausch. Mit Hilfe der therapeutischen Begleitung wird die Imagination vertieft, Lösungsvorschläge können entwickelt, Ressourcen aktiviert werden. Die Imagination wird im Anschluss oder zu Hause bildnerisch festgehalten. Die Katathym Imaginative Psychotherapie bietet eine gute Möglichkeit, sich selbst auf eine ganz andere Art kennenzulernen, neue Wege und Lösungen zu finden und diese auszuprobieren.
Psychotherapie für Kinder
In der Psychotherapie mit Kindern ist das Spiel als ein natürliches Mittel zur Selbstdarstellung von zentraler Bedeutung. Das Kind erhält Gelegenheit, seine Situation im Spiel darzustellen, seine Gefühle und inneren Konflikte auszudrücken und zu verarbeiten ähnlich wie Jugendliche oder Erwachsene über ihre Probleme sprechen. Daher kann das Spiel als „Sprache des Kindes“ gesehen werden. Über die behutsame Begleitung im Rahmen der therapeutischen Beziehung können die Gefühle und Konflikte verstanden, dem Kind bewusst gemacht und neue Lösungswege gefunden werden.
Bei einer Kinderpsychotherapie ist die Einbindung der Eltern oder anderer Bezugspersonen unerlässlich, um ihnen die Möglichkeit zu geben, eine stärkere Einsicht in die innere psychische Situation des Kindes zu gewinnen, sich zu entlasten und das eigene Erziehungsverhalten in einer wertschätzenden Atmosphäre zu reflektieren.
Psychotherapie für Jugendliche
Es ist nicht leicht, erwachsen zu werden und seinen eigenen Weg zu finden. Wenn Probleme längere Zeit bestehen, Eltern und Freunde nicht mehr helfen können, kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dieser Schritt ist immer freiwillig, niemand kann zur Psychotherapie gezwungen werden. Wichtig ist, dass Jugendliche Vertrauen fassen können und sich in der therapeutischen Beziehung wohlfühlen. Gemeinsam werden individuelle Ziele besprochen und überlegt, in welcher Form die Bezugspersonen mit einbezogen werden sollen. Auch wird geklärt, ob eine Einzel- oder Gruppenpsychotherapie sinnvoll ist. Nichts geschieht über den Kopf hinweg.
Inhalte der Psychotherapie dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden, als Therapeutin unterliege ich der Schweigepflicht, die nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung verletzt werden darf. Ab 15 Jahren können Jugendliche auch ohne Einverständnis der Eltern eine Psychotherapie machen.